
Die Neulandpro Connect ist eine Fachkonferenz, die sich als Brücke zwischen Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft versteht. Hier treffen sich führende Köpfe der KI-Szene, innovative Unternehmen und Interessierte, um über aktuelle Entwicklungen, konkrete Anwendungsfelder und vor allem über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz zu diskutieren. Anders als viele reine Tech-Events setzt Neulandpro Connect bewusst auf den Austausch über Verantwortung, Ethik und nachhaltige Gestaltung.
Die diesjährige Ausgabe in Berlin hat mir noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass die Diskussion über künstliche Intelligenz in Deutschland längst nicht mehr nur eine Frage von Technik und Geschäftsmodellen ist. Immer wieder kam es in den Vorträgen und Diskussionen zurück auf die großen Themen: Verantwortung, Ethik und die Frage, wie KI unsere Gesellschaft verändert. Genau das macht diese Veranstaltung für mich so besonders wertvoll – gerade aus der Perspektive der Sozialen Arbeit.
Sarah Rojewski – Zwischen Gefühlen und Algorithmus
Besonders bewegt hat mich der Eröffungsvortrag von Sarah Rojewski. Unter der Überschrift „Zwischen Gefühlen und Algorithmus: Die Zukunft der Arbeit mit KI“ ging es nicht allein um technische Möglichkeiten, sondern um die menschliche Seite der Digitalisierung. Sie hat spürbar gemacht, dass KI in Zukunft nicht nur Aufgaben beschleunigen oder vereinfachen wird, sondern dass sich unsere Zusammenarbeit, unsere Kommunikation und sogar unser Verständnis von Arbeitskultur verändern. Für mich war das ein klarer Hinweis darauf, dass auch soziale Organisationen jetzt darüber nachdenken müssen, wie sie ihre Teams vorbereiten und unterstützen. Es reicht nicht, neue Software einzuführen – es geht darum, die Menschen mitzunehmen.
Dominique René Fara – Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit
Sehr bewegt hat mich auch der Vortrag von Dominique René Fara, Gründer und Geschäftsführer der Tree Consulting GmbH. Sein Thema „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit – Wie KI Arbeit verändert!“ machte deutlich: Der Wandel ist schon da, und es betrifft uns alle. Für die Soziale Arbeit heißt das, dass wir nicht nur technische Tools ins Blickfeld nehmen, sondern auch Strukturen, Führung und Weiterbildung neu gestalten müssen, damit niemand zurückbleibt.
Tree Consulting – Team: Dominique René Fara
Inken Paland – Mit Maschinen sprechen
Sehr inspirierend fand ich auch den Beitrag von Inken Paland: „Mit Maschinen sprechen – wie KI unsere Kommunikation verändert“. Kommunikation ist das Herzstück der Sozialen Arbeit – ob in Beratungsgesprächen, in Teams oder in der Arbeit mit Klientinnen und Klienten. Inken Paland hat gezeigt, dass KI hier längst eine Rolle spielt und unsere Sprache, unser Miteinander und unsere Wahrnehmung prägt. Für mich war das eine Mahnung, genau hinzusehen: Wenn wir KI-gestützte Kommunikation nutzen, dann müssen Vertrauen, Transparenz und Menschlichkeit Vorrang haben. Denn gerade Menschen, die in sozialen Kontexten begleitet werden, spüren sehr sensibel, ob Kommunikation authentisch ist oder nicht.
Fazit – Verantwortung als Leitmotiv
Mein Fazit nach diesem Tag: Die Neulandpro Connect hat eindrucksvoll gezeigt, dass die deutsche KI-Szene Verantwortung nicht nur als Schlagwort verwendet, sondern ernsthaft diskutiert. Für mich als jemand, der sich an der Schnittstelle von KI und Sozialer Arbeit bewegt, war das ermutigend. Denn es bedeutet, dass auch wir in unserer Branche mitreden können – nicht nur darüber, wie KI funktioniert, sondern darüber, wie sie gerecht, menschlich und verantwortungsvoll eingesetzt wird.