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Erstgespräch vereinbaren

Die KI-Richtlinie für Ihren Träger.

Welche KI-Anwendungen bei Ihnen laufen, welche Daten hineindürfen und wer ein Ergebnis prüft, bevor es in die Akte geht. Ich entwickle die Richtlinie mit Ihnen oder prüfe die, die Sie bereits haben.

Entwickeln
ab 4.500 €, in zwei Abschnitten
Prüfen
ab 1.500 €
Ergebnis
Richtlinie, Verzeichnis, Freigabeweg und Nachweis

Prüfen oder neu entwickeln

Schreibhilfe, Übersetzung und Wissensabfrage stehen nicht auf der Hochrisiko-Liste der KI-Verordnung. Regeln brauchen sie trotzdem.

Das Projekt liefert die Bausteine eines KI-Management­systems, die ein Träger ohne Hochrisiko-Anwendungen braucht: ein Verzeichnis, eine Einstufung je Anwendung, Regeln für den Umgang mit Daten, einen Freigabeweg und den Nachweis der Schulung.

Bestehende Richtlinie prüfen

Für Träger mit Dienstanweisung oder Verbandsmuster. Ich gleiche Ihre Richtlinie mit der Nutzung in Ihren Teams und mit den Bausteinen ab, die eine Richtlinie tragen.

  • Abgleich mit der tatsächlichen Nutzung in einem Leitungsgespräch
  • Freigabeweg, Rollen, Prüfintervall, Meldeweg und Schulung
  • Prüfbericht mit Änderungsvorschlägen

ab 1.500 €

Ablauf

Richtlinie mit Ihnen entwickeln

Für Träger ohne verbindliche KI-Regeln, mit oder ohne eigenen Datenschutz­beauftragten. Am Anfang steht der KI-Check, danach entscheiden Sie, ob es weitergeht.

  • Abschnitt 1: KI-Check mit Verzeichnis und Einstufung
  • Abschnitt 2: Regeln, Rollen und Schulung
  • Beschlussvorlage für die Leitung und Pflegeplan

ab 4.500 €

Ablauf

Was die Regeln verlangen

Für Anwendungen ohne Hochrisiko schuldet ein Träger aus der KI-Verordnung vor allem Maßnahmen zur KI-Kompetenz seiner Beschäftigten (Art. 4) und den Ausschluss verbotener Praktiken (Art. 5). Den größeren Teil der Pflichten bringen der Datenschutz und die Schweigepflicht mit:

  • KI mit Klientendaten kann eine Datenschutz-Folgen­abschätzung auslösen (Art. 35 DSGVO, bei kirchlichen Trägern die entsprechende Norm in KDG oder DSG-EKD).
  • Gibt eine Fachkraft Geheimnisse an den Anbieter einer Cloud-KI weiter, muss der Träger für dessen Verpflichtung zur Verschwiegenheit sorgen (§ 203 StGB).
  • Führt der Träger KI ein, die Verhalten oder Leistung überwachen kann, ist die Mitbestimmung betroffen (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, in kirchlichen Einrichtungen MAVO oder MVG-EKD).

Absehbar kann es an zwei Stellen Hochrisiko werden: bei Software für Bewerbung und Personal (Anhang III Nr. 4) und bei Zulassung oder Bewertung in Bildungsangeboten (Anhang III Nr. 3). Das prüft der Einstufungsvermerk für jede Anwendung, zusammen mit den übrigen Punkten der Hochrisiko-Liste. Was bei Software für Bewerbung und Dienstplanung gilt, erklärt der Fachbeitrag KI in der Personalauswahl als Hochrisiko.

Was Sie am Ende in der Hand haben

Ergebnisdokumente des Projekts KI-Richtlinie entwickeln mit Rechtsgrundlage
Nr.DokumentInhaltRechtsgrundlage
1KI-VerzeichnisJede Anwendung, auch KI in der Fachsoftware und privat genutzte Werkzeuge: Zweck, Anbieter, Datenarten, Verantwortliche, Bezug zu Verarbeitungs­verzeichnis und VerträgenArt. 4, 5, 50 KI-VO · Art. 30 DSGVO
2Einstufungsvermerke für bis zu zehn AnwendungenVerbot, Hochrisiko, Transparenz; Bedingungen der Nutzung und Anlässe für eine neue Prüfung, als Arbeitsgrundlage für die LeitungArt. 5, 6, 50 und Anhang III KI-VO
3Kurzbericht mit AmpelHandlungsbedarf und MaßnahmenplanOrganisations­pflicht der Leitung
4KI-RichtlinieZugelassene Werkzeuge, Freigabematrix nach Datenarten, menschliche Prüfung, Kennzeichnung, Schweigepflicht, PrüfintervallArt. 4 KI-VO · Art. 5, 9, 32 DSGVO · § 78 SGB X · § 203 StGB
5Freigabeweg mit Prüfliste für AnbieterWer eine neue Anwendung oder ein KI-Update prüft, bevor es genutzt wird: Vertrag, Speicherort, Drittland, Protokollierung, LöschungArt. 28, 35 DSGVO · § 203 Abs. 3 StGB
6RollenmatrixLeitung entscheidet, eine interne KI-Ansprechperson koordiniert, der Datenschutz­beauftragte berätArt. 38 Abs. 6 DSGVO
7Meldeweg für Fehler und BedenkenAngedockt an Ihr vorhandenes Beschwerde- oder HinweisgebersystemArt. 33 DSGVO
8Schulungsunterlagen und NachweisGrundschulung, Leitungsbriefing, Teilnahmenachweis, Kompetenzübersicht nach RollenArt. 4 KI-VO · Art. 39 Abs. 1 lit. b DSGVO
9Informations­unterlage für MAV oder BetriebsratZweck, Daten und Kontrolle der Anwendungen§§ 87, 90 BetrVG · MAVO · MVG-EKD
10NachweismappeÜbersicht der Pflichten, Dokumenten­verzeichnis, Beschlussvorlage und Pflegeplan: wer prüft was wannArt. 5 Abs. 2 DSGVO

Die Gliederung lehnt sich an ISO/IEC 42001 an. Den Freigabeweg baue ich nach dem Kriterienkatalog des BSI für generative KI auf, die Datenschutzprüfung nach den Orientierungshilfen der Datenschutz­konferenz.

So laufen Entwicklung und Prüfung ab

Richtlinie entwickeln

  1. KI-Check

    Auftakt mit der Leitung, eine anonyme Kurzabfrage in den Teams, ein Termin vor Ort und Einstufungsvermerke für bis zu zehn Anwendungen.

    Bericht nach drei Wochen

  2. Entwürfe

    Richtlinie, Freigabeweg, Rollenmatrix und Meldeweg als Entwurf, dazu eine gemeinsame Entwurfsrunde per Video.

  3. Beschluss

    Die Leitung beschließt auf Grundlage einer Beschlussvorlage. MAV oder Betriebsrat erhalten die Informations­unterlage.

  4. Schulung und Übergabe

    Grundschulung für das Team, ein kurzes Leitungsbriefing und die Übergabe des Pflegeplans.

Planen Sie zehn bis zwölf Wochen ein, dazu die Fristen der Mitbestimmung. Nach dem KI-Check können Sie aufhören; Sie bezahlen dann nur diesen Abschnitt.

Richtlinie prüfen

  1. Unterlagen

    Sie senden mir Ihre Richtlinie oder Dienstanweisung und, soweit vorhanden, eine Übersicht der genutzten Anwendungen.

  2. Leitungsgespräch

    Wir gleichen die Regeln mit der Nutzung in Ihren Teams ab.

  3. Prüfbericht

    Sie erhalten einen Bericht mit konkreten Änderungsvorschlägen.

    Zwei bis drei Wochen

Was nicht dazugehört

  • Eine Datenschutz-Folgen­abschätzung als eigenes Werk. Ich berate und moderiere, durchführen wird sie Ihr Träger.
  • Rechtsgutachten und die Prüfung von Verträgen auf Wirksamkeit
  • Der Entwurf einer Betriebs- oder Dienst­vereinbarung
  • Die Empfehlung, Vermittlung, Einführung oder der Betrieb von Software

Bei der Prüfung einer Richtlinie gibt es rechtliche Hinweise nur am Rande. Die rechtliche Freigabe liegt bei Ihrem Datenschutz­beauftragten, Ihrem Justiziariat oder Ihrer Anwältin.

Was es kostet

KI-Richtlinie entwickeln

ab 4.500 €

Richtwert bei vier Standorten: 6.500 bis 8.000 €

  • „ab“ gilt für eine Einrichtung an einem Standort und für kleine Träger mit weniger als 50 Beschäftigten, auch wenn sie mehrere Standorte haben
  • Abschnitt 1, KI-Check: 1.500 €
  • Das Verzeichnis erfasst alle Anwendungen. Für Einstufungsvermerke über zehn hinaus nennt das Angebot einen Festpreis.
  • Abschnitt 2, Regeln, Rollen und Schulung: 3.000 €
  • Nach Abschnitt 1 entscheiden Sie, ob es weitergeht

KI-Richtlinie prüfen

ab 1.500 €

Richtwert bei vier Standorten: 2.250 bis 3.000 €

  • „ab“ gilt für eine Einrichtung an einem Standort und für kleine Träger mit weniger als 50 Beschäftigten, auch wenn sie mehrere Standorte haben. Bei größeren Trägern zählt jede Einrichtung und jeder Dienst mit eigenem Team als Standort.
  • Den verbindlichen Festpreis nennt das Angebot nach dem Erstgespräch
  • Alle Preise sind Endbeträge. Derzeit fällt keine Umsatzsteuer an (§ 19 UStG).
  • Reisekosten sind im Umkreis von 100 km um Chemnitz enthalten. Darüber berechne ich die Bahnfahrt in der 2. Klasse und eine nötige Übernachtung nach Beleg.
Alle Modelle und Preise

Nach dem Projekt: Wer Verzeichnis, Einstufung und Richtlinie laufend pflegen lassen möchte, bucht die KI-Compliance in der laufenden Begleitung. Zusammen mit der Funktion als Datenschutz­beauftragter ab 700 € im Monat, ohne Benennung ab 300 € im Monat.

Wenn ich bereits Ihr Datenschutz­beauftragter bin

Dann entwickle ich die Richtlinie als Entwurf zur Beschlussfassung. Damit Beratung und Kontrolle getrennt bleiben, gelten vier Regeln:

  • Die Leitung beschließt jede Regel.
  • Ich habe kein Freigabe- oder Beschaffungsrecht.
  • Das interne Audit dieser Teile führt eine andere Person durch.
  • Welche Rolle ich übernehme, legen wir schriftlich fest.

Zur Rollentabelle

Fragen zur KI-Richtlinie

Brauchen wir eine KI-Richtlinie, wenn wir keine Hochrisiko-KI einsetzen?

Eine Pflicht zu einem Dokument mit diesem Namen gibt es nicht. Die Pflichten aus Datenschutz, Schweigepflicht und Art. 4 der KI-Verordnung gelten aber auch für Schreibhilfe und Übersetzung. Eine Richtlinie hält fest, wie Ihr Träger sie erfüllt, und gibt den Teams Sicherheit im Alltag.

Reicht das Muster unseres Verbands?

Ein Verbandsmuster ist ein guter Ausgangspunkt. Was fehlt, ist der Abgleich mit den Anwendungen, die bei Ihnen tatsächlich laufen, und mit Ihren Abläufen. Genau das leistet die Prüfung.

Woran erkennen wir, ob eine Anwendung unter die Hochrisiko-Liste fällt?

Absehbar betroffen sind Software, die Bewerbungen sichtet oder Leistung bewertet, und Anwendungen, die in Bildungsangeboten über Zulassung oder Bewertung entscheiden. Für Systeme, die vor dem 02.12.2027 in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden, gelten die Hochrisiko-Pflichten nur, wenn sie danach in ihrer Konzeption erheblich verändert werden. Der Einstufungsvermerk hält die Einordnung für jede Anwendung fest, als Arbeitsgrundlage für Ihre Leitung.

Was gilt für KI, die per Update in die Fachsoftware kommt?

Der Freigabeweg legt fest, wer eine neue Funktion prüft, bevor sie genutzt wird. Dazu gehören der Vertrag zur Auftrags­verarbeitung, der Ort der Verarbeitung und die Frage, ob ein weiterer Dienstleister hinzukommt.

Müssen wir MAV oder Betriebsrat beteiligen?

Wenn eine Anwendung geeignet ist, Verhalten oder Leistung zu überwachen, greift die Mitbestimmung. Im Projekt entsteht dafür eine Informations­unterlage. Den Entwurf einer Betriebs- oder Dienst­vereinbarung übernimmt Ihre Rechtsberatung.

Ersetzt die Richtlinie die Schulung nach Art. 4?

Nein. Die Richtlinie regelt den Umgang, die Schulung vermittelt ihn. Deshalb gehören eine Grundschulung und ein Leitungsbriefing zum Projekt, mit Teilnahmenachweis.

Der nächste Schritt

In einem kostenfreien Erstgespräch klären wir, ob eine Prüfung reicht oder ob wir die Richtlinie gemeinsam entwickeln.

Erstgespräch vereinbaren
Zwei Frauen sitzen im Gespräch an einem Tisch vor einem Laptop.