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Schulungen zu KI und Datenschutz in Ihrem Haus.

Ein halber Tag für Ihr Team oder Ihre Leitung, zugeschnitten auf die Anwendungen, die bei Ihnen tatsächlich laufen. Danach wissen die Teilnehmenden, welche Daten in welche Anwendung dürfen und warum ein Ergebnis geprüft wird, bevor es in die Akte geht.

Umfang
ein halber Tag, bis 20 Personen
Preis
ab 750 € je halbem Tag
Nachweis
Unterlagen und Teilnahmenachweis

Zwei Themen für Team und Leitung

Im Alltag einer Einrichtung heißt KI-Kompetenz: wissen, was eine KI-Anwendung leistet, wo sie Fehler macht und welche Daten hineindürfen.

Die KI-Verordnung der EU verlangt von Ihrem Träger Maßnahmen zur KI-Kompetenz der Menschen, die in seinem Auftrag mit KI arbeiten (Art. 4). Ein bestimmtes Niveau oder ein Zertifikat schreibt sie nicht vor. Was sich an dieser Pflicht im Juli 2026 geändert hat und wer sie überwacht, erklärt der Fachbeitrag KI-Kompetenz nach Art. 4. Wer Angaben über eine bestimmte Person in eine KI-Anwendung eingibt, verarbeitet personenbezogene Daten. Deshalb hängt das zweite Thema, der Datenschutz, eng mit dem ersten zusammen.

Teams brauchen den sicheren Umgang im Alltag, die Leitung den Überblick über Pflichten, Rollen und Nachweis. Beide Themen schule ich in Ihrem Haus, an Ihren Anwendungen und Abläufen.

KI-Kompetenz

Für alle, die bei Ihnen mit KI arbeiten, auch mit KI-Funktionen in der Fachsoftware. Grundlage ist Art. 4 der KI-Verordnung.

  • Was KI ist und wo sie Fehler macht
  • Welche Daten in welche Anwendung dürfen
  • Schweigepflicht, Freigabe und Kennzeichnung

ab 750 € je halbem Tag

Inhalte

Datenschutz

Für Teams, die mit Daten von Klientinnen und Klienten, Bewohnerinnen und Bewohnern oder Beschäftigten arbeiten. Grundlage ist die DSGVO oder das kirchliche Datenschutzrecht (KDG, DSG-EKD).

  • Besonders geschützte Daten und Sozialgeheimnis
  • Schweigepflicht und Verpflichtung zur Verschwiegenheit
  • Datenpannen erkennen und melden

ab 750 € je halbem Tag

Inhalte

Was die Teilnehmenden danach können

KI-Kompetenz

Ziele und Inhalte der Schulung KI-Kompetenz mit Rechtsgrundlage
Nr.ZielInhaltRechtsgrundlage
1KI-Anwendungen erkennen, auch als Funktion in der FachsoftwareWas eine KI-Anwendung ist und wie sie zu ihren Ergebnissen kommtArt. 4 KI-VO
2Ein KI-Ergebnis prüfen, bevor es in die Akte gehtErfundene Angaben, die plausibel klingen (Halluzination), und die Neigung, Ausgaben ungeprüft als Fakten zu übernehmenArt. 4 KI-VO
3Erkennen, welche Daten in welche Anwendung dürfenKlientendaten, Gesundheitsdaten, Beschäftigtendaten und öffentliche InhalteArt. 9 DSGVO · § 78 SGB X
4Die Schweigepflicht wahren, wenn eine KI auf den Servern des Anbieters läuftWann Geheimnisse an einen Anbieter gehen dürfen und wer für dessen Verpflichtung zur Verschwiegenheit sorgt§ 203 StGB
5Freigabe und Kennzeichnung nach den Regeln Ihres Hauses anwendenWelche Anwendungen freigegeben sind, wer eine neue Anwendung oder ein KI-Update prüft und wann ein Text als KI-Text gekennzeichnet wirdArt. 4 KI-VO · Art. 28 DSGVO

Datenschutz

Ziele und Inhalte der Datenschutzschulung mit Rechtsgrundlage
Nr.ZielInhaltRechtsgrundlage
1Besonders geschützte Daten erkennenGesundheitsangaben und weitere besondere Kategorien, Sozialdaten und das SozialgeheimnisArt. 9 DSGVO · § 78 SGB X · in der Jugendhilfe § 61 Abs. 3 SGB VIII
2Die Schweigepflicht im Arbeitsalltag wahrenWas unter die Schweigepflicht fällt und wer auf Verschwiegenheit verpflichtet wird, auch Dienstleister§ 203 StGB
3Eine Datenpanne erkennen und im Haus meldenWas als Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten gilt, wer informiert wird und warum die Frist von 72 Stunden für die Meldung an die Aufsicht zähltArt. 33 DSGVO
4KI-Anwendungen als Datenverarbeitung behandelnWann eine KI-Anwendung ins Verarbeitungs­verzeichnis gehört und einen Vertrag zur Auftrags­verarbeitung brauchtArt. 28, 30 DSGVO

Bei kirchlichen Trägern treten die entsprechenden Normen aus KDG oder DSG-EKD an die Stelle der DSGVO. Die Unterlagen stützen sich auf frei zugängliche Quellen, darunter die Orientierungshilfen der Datenschutz­konferenz, in der sich die Aufsichts­behörden von Bund und Ländern abstimmen.

Was die Leitung mitnimmt

Die Leitung entscheidet, welche Anwendungen genutzt werden, und trägt die Verantwortung für die Organisation. Für Geschäfts­führung und Leitungskräfte setze ich deshalb andere Schwerpunkte.

  • Was die KI-Verordnung von Ihrem Träger als Betreiber verlangt, also als Organisation, die KI einsetzt: bei Anwendungen ohne Hochrisiko Maßnahmen zur KI-Kompetenz, den Ausschluss verbotener Praktiken und Transparenz in wenigen Fällen (Art. 4, 5 und 50 KI-VO).
  • Wo eine Anwendung auf die Hochrisiko-Liste fallen kann, etwa Software für Bewerbung und Personal oder für Zulassung und Bewertung in Bildungsangeboten (Anhang III KI-VO).
  • Wie sich Rollen und Freigabe regeln lassen: Die Leitung entscheidet, eine interne KI-Ansprechperson koordiniert, der Datenschutz­beauftragte berät.
  • Wann die Mitarbeiter­vertretung oder der Betriebsrat zu beteiligen ist (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, in kirchlichen Einrichtungen MAVO oder MVG-EKD).
  • Wie Ihr Träger die Schulung und die übrigen Maßnahmen nachweist.

Grundlage dieses Teils ist ISO/IEC 38507, eine internationale Norm dazu, wie Leitung und Aufsicht den Einsatz von KI verantworten.

Wie eine Schulung abläuft

  1. Abstimmen

    Vor dem Termin klären wir, welche Anwendungen bei Ihnen laufen, welche Regeln gelten und wer teilnimmt. Liegt eine KI-Richtlinie oder Dienstanweisung vor, baut die Schulung darauf auf.

  2. Schulen

    Ich schule in Ihrem Haus, mit bis zu 20 Personen. Der halbe Tag führt von den Grundlagen zu den Regeln Ihres Hauses, erklärt an Ihren Anwendungen und Abläufen.

    Ein halber Tag

  3. Nachweisen

    Sie erhalten die Schulungsunterlagen und den Teilnahmenachweis.

Was Ihre Einrichtung als Nachweis bekommt

Ein Zertifikat verlangt Art. 4 nicht. Belegen kann Ihr Träger aber, welche Maßnahme er ergriffen hat und für wen.

Dafür erhalten Sie die Schulungsunterlagen und einen Teilnahmenachweis. Der Nachweis folgt einem Raster aus fünf Blöcken:

  • Inhalte: welche Themen behandelt wurden, bezogen auf Ihre Anwendungen
  • Teilnehmende: wer teilgenommen hat
  • Format und Schulungsleitung: Form, Dauer und wer geschult hat
  • Lernerfolg: was die Teilnehmenden danach können
  • Aktualisierung: wann die Inhalte zu überprüfen sind, etwa wenn eine neue Anwendung dazukommt

Bei der Datenschutzschulung gehört der Nachweis zu den Unterlagen, mit denen Ihr Träger zeigt, wie er den Datenschutz einhält (Rechenschafts­pflicht, Art. 5 Abs. 2 DSGVO).

Was nicht dazugehört

  • Die Einordnung einzelner Anwendungen nach der KI-Verordnung. Die Schulung erklärt Regeln und Zusammenhänge. Die Einstufung je Anwendung hält der KI-Check als Arbeitsgrundlage für Ihre Leitung fest.
  • Die Empfehlung, Auswahl oder Freigabe von KI-Werkzeugen. Darüber entscheidet Ihre Leitung.
  • Rechtsgutachten und die Prüfung von Verträgen
  • Die Einführung oder der Betrieb von Software

Welche Rolle ich bei Ihnen übernehme, legen wir schriftlich fest. Verantwortlich bleibt Ihr Träger. Zur Rollentabelle

Was es kostet

Schulung KI-Kompetenz oder Datenschutz

ab 750 € je halbem Tag

Bis 20 Personen, in Ihrem Haus

  • Zugeschnitten auf die Anwendungen und Regeln Ihres Trägers
  • Schulungsunterlagen und Teilnahmenachweis inbegriffen
  • Den verbindlichen Festpreis nennt das Angebot nach dem Erstgespräch
  • Alle Preise sind Endbeträge. Derzeit fällt keine Umsatzsteuer an (§ 19 UStG).
  • Reisekosten sind im Umkreis von 100 km um Chemnitz enthalten. Darüber berechne ich die Bahnfahrt in der 2. Klasse und eine nötige Übernachtung nach Beleg.
Alle Modelle und Preise

Förderung in der Pflege: Für ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen fördert die Pflegeversicherung auch Schulungen zu digitalen Kompetenzen von Pflegekräften in der Langzeitpflege, mit bis zu 40 % der Ausgaben und einmalig höchstens 12.000 € je Einrichtung (§ 8 Abs. 8 SGB XI). Bei der KI-Kompetenzschulung für Pflegekräfte weise ich den Schulungsanteil deshalb auf der Rechnung getrennt aus. Den Antrag stellt Ihre Einrichtung bei der Pflegekasse; dort klären Sie auch, ob der Höchstbetrag schon ausgeschöpft ist. Ob eine Datenschutzschulung förderfähig ist, klären Sie vorab mit Ihrer Pflegekasse.

Schulung in der laufenden Begleitung: Bin ich Ihr Datenschutz­beauftragter (ab 400 € im Monat), ist eine jährliche Datenschutzschulung enthalten. Mit der KI-Compliance kommt eine jährliche Auffrischung der KI-Kompetenz nach Rollen hinzu: zusammen mit der Funktion als Datenschutz­beauftragter ab 700 € im Monat, ohne Benennung ab 300 € im Monat. Im Projekt KI-Richtlinie entwickeln sind eine Grundschulung für das Team und ein kurzes Leitungsbriefing enthalten.

Fragen zu den Schulungen

Müssen alle Mitarbeitenden eine KI-Schulung machen?

Art. 4 der KI-Verordnung verlangt von Ihrem Träger Maßnahmen zur KI-Kompetenz der Menschen, die in seinem Auftrag mit KI arbeiten. Dazu können neben den Beschäftigten auch Honorarkräfte und Ehrenamtliche gehören. Wer welche Anwendung nutzt, klären wir vor dem Termin; danach richtet sich der Kreis der Teilnehmenden.

Brauchen unsere Mitarbeitenden ein KI-Zertifikat?

Nein. Art. 4 verlangt Maßnahmen, aber weder ein Zertifikat noch ein bestimmtes Niveau. Für Ihren Träger zählt der Beleg, welche Maßnahme er ergriffen hat und für wen. Diesen Beleg liefert der Teilnahmenachweis.

Reicht ein Online-Kurs zur KI-Kompetenz?

Die KI-Verordnung schreibt keine Form vor. Auch ein Online-Kurs kann deshalb eine Maßnahme nach Art. 4 sein und allgemeine Grundlagen vermitteln. Welche Daten in welche Ihrer Anwendungen dürfen und welche Regeln bei Ihnen gelten, behandelt die Schulung in Ihrem Haus.

In welchen Abständen sollten wir die Schulung auffrischen?

Eine feste Frist nennt Art. 4 nicht. Anlass für eine Auffrischung können neue Anwendungen, KI-Funktionen per Update der Fachsoftware oder geänderte Regeln sein. Im Nachweis hält der Block Aktualisierung fest, wann die Inhalte zu überprüfen sind.

Wir haben bereits einen Datenschutz­beauftragten. Können Sie trotzdem schulen?

Ja. Schulungen zu Datenschutz und KI übernehme ich auch dann, wenn eine andere Person Ihr Datenschutz­beauftragter ist. Die Schulung baut auf den Regeln auf, die bei Ihnen gelten.

Ersetzt die Schulung eine KI-Richtlinie?

Nein. Die Schulung vermittelt den Umgang, die Richtlinie regelt ihn. Liegt bei Ihnen noch keine Richtlinie vor, behandelt die Schulung die Grundsätze. Verbindliche Regeln für Ihr Haus entstehen im Projekt KI-Richtlinie entwickeln, zu dem eine Grundschulung gehört.

Der nächste Schritt

In einem kostenfreien Erstgespräch klären wir, welches Thema und welcher Kreis von Teilnehmenden zu Ihrem Haus passen.

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Eine Mitarbeiterin erklärt an einer Pinnwand, Kolleginnen hören zu.